Lehrgang in Rheine (NRW) 30.05. - 01.06.2024

Donnerstag:
Am Donnerstagmorgen ging es früh um 4 Uhr los nach Rheine, mal wieder mit (unserer Glückszahl von) drei Leuten: Torsten, Sven und ich.

Nach einer ca. 5-stündigen Anfahrt sind wir am Dojo des TV-Jahn in Rheine angekommen.
Beim Zelt aufbauen haben Sven und Torsten auch gleich paar Bekannte getroffen zum Beispiel Uwe Pfeiffer und seine Leute aus Vaihingen.

Zeltlager

Um 10 Uhr würden wir alle von Frank Beeking im Dojo willkommen geheißen, beim Begrüßen waren um die 50 Leute anwesend. Hier wurden auch die Lehrgangsleiter und Kursleiter einzeln vorgestellt und jedem ein Geschenk überreicht.

Nach dem Begrüßen ging auch gleich mit der ersten Einheit los.

Torsten und Sven haben sich Sepai-Kata Bunkai bei Frank vorgenommen während ich alleine zu Brigitte Kipke-Osterbrink mit Kumite-Ura Variationen gegangen bin.

Wir mit Frank Beekingg

Hier haben wir zuerst mit der Grundform von der Nummer 1, 7 und dann 5 angefangen, da hier der Angriff immer gleich ist. Nach mehreren Partnerwechseln haben wir eine Reihe gebildet, die Person die vorne stand musste spontan entscheiden welche Abwehr sie ausführt und die anderen mussten reagieren.

Nachdem alle einmal an der Reihe waren, wurden wir wieder in Pärchen aufgeteilt und mussten die Kombinationen aneinanderhängen. Am Ende sollten wir uns zu zweit eine eigene Variation ausdenken und diese üben. Trotz meiner Versuche unsichtbar zu sein wurden mein Partner und ich ausgewählt unsere Variation vorzustellen, ist aber ganz gut verlaufen.

12 Uhr Mittagessenszeit.

In der zweiten Einheit nach dem Mittagessen hat Sven sich entschieden, als unser Experte für die Fallschule, in die Grundlagen der Fallschule bei Christoph Blasius zu gehen, auch um sich ein bisschen anzuschauen wie andere dieses Thema unterrichten. Zur gleichen Zeit haben Torsten und ich die Theorie Einheit "Kinesiotaping", unterrichtet von Claudia Mersch und Rainer Klönne, besucht.

Dort haben wir verschiedene Arten von Tapen besprochen und sogar jeweils eine Sache ausprobiert. Unsere Taping Künste sind verbesserungsfähig.

Von 15:15 bis 16:30 waren wir bei Petra Stegemann mit der Übung die 4 kleinen Katas. Nachdem wir den Ablauf gelernt hatten, wurde versucht die Katas im Takt von Musik durchzulaufen.



Wir mit Frank Beekingg

Nach einer kleinen Kaffeepause kam es zu unseren letzten Einheit des Tages: Ritsche ratsche bei Brigitte. Hier handelt es sich um ein Training für Kumite. Zuerst wurde die Übung jeweils zu zwei ausgeübt und dann in vierer-Gruppen. Nach einer Weile, wurden die Abfolgen immer komplizierter bis ich selber komplett ausgestiegen bin und eines der jüngeren Kinder versuchen musste es mir beizubringen. Torsten hat sich anscheinend ganz gut geschlagen.

Dann haben wir auch schon zu Abend gegessen und den ersten Trainingstag gemeinsam am Zeltplatz ausklingen lassen.

Freitag:

Am nächsten Morgen ging es um ca. 7:30 Uhr zum Frühstücken. Der Tag wurde dann gleich mit der 1. Einheit Kata Shisoshin gestartet. Für mich war diese Kata so gut wie neu, also habe ich mich eher darauf konzentriert nicht aufzufallen und ohne offensichtliche Fehler durchzukommen.

Obwohl die Kata nur so semi-gut gelaufen ist, bin ich bei der nächsten Einheit gleich für die Bunkai dageblieben.

Der zweite Tag war wohl insgesamt der unmotivierteste Tag, denn die nächsten ZWEI Einheiten habe ich ausgesetzt/verschlafen. Während dessen hat Sven Übungen bei Jan Torborg für den Bodenkampf gemacht und Torsten hat in der zweiten Theoriestunde bestimmt sehr gut aufgepasst.

Nach einer etwas längeren Pause hat sich Torsten mit mir im Schlepptau zum Bo-Training gewagt. BO ist eine Übungswaffe (ein 1.80 cm langer Stock) die in bestimmten Karate-Stilen eingesetzt wird.

Genauso wie beim Schwert-Kampf in Potsdam, bin ich hier leider kein Naturtalent.

Die beiden Trainer (Rainer Klönne und Christian Becker) haben uns gleich klar gemacht "wer sein Karate nicht beherrscht, braucht mit dem Bo-Stock gar nicht anzufangen". An dieser Stelle möchte ich im Voraus klarstellen, dass mein nicht können in dieser Disziplin nicht mit der Beherrschung über mein Karate zusammenhängt, ich bin halt einfach nicht sehr gut in solchen Übungen.

Eigentlich haben wir nur bei Aufwärmübungen mit Handwechsel angefangen, hier haben sich bei mir schon die ersten Schwierigkeiten deutlich gemacht. Nachdem wir einigermaßen warm geworden sind, haben wir die Grundtechniken gelernt.

So weit so gut, die nächste Übung war dann das Angreifen und Blocken mit einem Partner. Die rechte Seite verlief eigentlich bei Torsten und mir ganz sauber, doch dann kam der Seitenwechsel und ab da ging es nur noch Berg ab. Die linke Seite hat mich so verwirrt, dass dann auch rechts gar nichts mehr ging. Leider ist mein Geduldsfaden bei solchen Dingen sehr kurz und auf die versuchte Motivation "ich solle es ja einfach nochmal probieren" kamen eher unfreundliche Antworten. Entschuldigung an dieser Stelle.

Auf dem Rückweg zum Zelt wurde die Laune dann aber gleich wieder besser, da ich von Sven und Uwe abgefangen wurde und wir beschlossen haben mit den anderen zum Mongolen zufahren.

Als wir vom Essen zurückgekommen sind, wurde auch dieser Abend mit vielen Gesprächen und ein bisschen Bier beendet.

Samstag:

Am Samstagmorgen haben wir uns als erste Einheit für den letzten Tag Basics - Bunkai zur SV bei Jan vorgenommen. Dies war die erste und auch einzige Stunde die Sven, Torsten und ich alle drei zusammen gemacht haben.

Zuerst wurden von Jan verschiedene Teile aus einer Bunkai vorgeführt und wir mussten zuteilen aus welcher Kata diese entsprungen ist. Danach kamen Partnerübung bei welchen auch ganz neue Befreiungstechniken gezeigt wurden, was ich ganz überraschend effektiv fand, war z.B. Beißen. Ich bin bestimmten Bunkai-Formen gegenüber sehr kritisch, da viele Übungen meiner Meinung nach als wirklich schwächerer Part nicht ausführbar sind, trotzdem probiere ich alle aus und versuche sie so gut es geht umzusetzen. In dieser Einheit habe ich auch ein paar Techniken vorbemerkt, die man bestimmt gut in kommenden Dan-Prüfung anwenden kann. Allgemein muss man hier noch sagen das die Vorführungen von Jan und seinem ausgewählten Partner sehr beeindruckend waren.



rechts Jan

Als zweite Einheit war wieder Bo- Training angesagt, den nach nur einer schlechten Stunde kann man noch nicht aufgeben. Diese Stunde bestand aus BO-Kata, zum Glück gab es in dieser Kata keinen Handwechsel, so ging es auch deutlich besser. Nach dem wir die Kata für über eine Stunde gelernt hatten, sollten wir es in Gruppen vorführen. Trotzdem guten Training habe ich nach den ersten 5 Bewegungen ein komplettes Blackout gehabt und aufgegeben. Torsten ist mit kurzen Denkpausen komplett durchgekommen.

Als nächstes stand die Kata Sinparimpei wieder bei Brigitte auf dem Programm. Als ich gesehen habe, dass außer mir nur ein anderer braun Gurt dabei war, hatte ich schon Zweifel, ob diese Einheit die richtige Entscheidung für mich war. Aber von den 15-20 anwesenden haben bei der Frage wer den Ablauf kennt nur 5 die Hand gehoben. Also alles in Ordnung. Da diese Kata die höchste ist die wir im Goju Ryu haben, war sie auch dementsprechend schwer. Was ich in dieser Kata sehr cool finde, ist der "Sprung", da wir sowas in eigentlich keiner anderen haben.

Auch hier war es etwas schwierig die Orientierung bei manchen Abfolgen so schnell aufzufassen. Brigitte hat aber alles sehr gut erklärt, daher bin ich beim Ablauf schon mitgekommen aber die Kata am Ende selbstständig zulaufen habe ich mich nicht getraut.

Leider war dies die letzte Einheit und wir konnten beim ab grüßen nicht dabei sein.

Ich bedanke mich im Namen unserer Teilnehmer des FC Dechsendorf und freue mich aufs nächste Jahr.

Nele

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